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BUND: Regierung fördert Klimakiller

Berlin. Einen Tag vor der Verabschiedung des Zuteilungsplans für Kohlendioxid-Emissionsrechte (»Nationaler Allokations­plan«) durch den Bundestag kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bevorzugung klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Wenn die Bundesregierung den Energieunternehmen EnBW, E.on, RWE und Vattenfall beim Bau neuer Kohlekraftwerke das Doppelte an Emissionsrechten zugestehe wie beim Bau von Gaskraftwerken mit gleich hoher Stromproduktion, schade dies dem Klimaschutz. Der Staat würde damit Investitionsentscheidungen der Kraftwerksbetreiber in die falsche Richtung lenken. Die Folge seien höhere Kohlendioxidemissionen und steigende Strompreise, hieß es in einer Erklärung. Laut Zuteilungsplan dürften Kohlekraftwerke das Klima bis zu 18 Jahre unverändert hoch belasten. Für ein im Jahr 2012 in Betrieb gehendes Kraftwerk bedeute dies einen »Freibrief für klimaschädliche Emissionen bis 2030«.(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2006, Seite 9, Inland

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