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Doch kein Heine-Preis für Peter Handke

Düsseldorf. Der österreichische Schriftsteller Peter Handke soll den Düsseldorfer Heine-Preis nun doch nicht erhalten: Die Mehrheitsfraktionen von SPD, FDP und Grünen im Düsseldorfer Rathaus kündigten am Dienstag an, die zehn Tage zuvor gefällte Entscheidung der Preisjury für Handke nicht mittragen zu wollen. Bei der nächsten Sitzung des Stadtrates werde die Preisvergabe abgelehnt, kündigte die Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Karin Trepke, an. Handke wird schon seit Jahren angefeindet, weil er sich der kriegstreiberischen Stimmungsmache gegenüber Serbien nicht anschließen will. Konkreter Anlaß der jüngsten Attacken gegen den Dichter ist, daß er an der Beerdigung des früheren jugoslawischen Staatspräsidenten Slobodan Milosevic teilgenommen hatte. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2006, Seite 2, Inland

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