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Burgfrieden zum P.E.N.-Kongreß

Uri Avnery, Nadine Gordimer, Per Olov Enquist ... – zirka 400 Autoren werden ab heute in Berlin erwartet. Zum 72. Internationalen P.E.N.-Kongreß. Der 1921 in England gegründete P.E.N. (Poets, Essayists, Novelists) ist die Dachorganisation von 141 Schriftstellervereinigungen in 99 Ländern und vertritt etwa 18 000 Mitglieder. Jährlich findet ein Treffen statt. Motto des diesjährigen: »Schreiben in friedloser Welt«. Es gehe aber nicht zuerst um Pazifismus, erklärt der Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland, Johano Strasser. Deutlich gemacht werden solle, daß Kunst und Literatur einen eigenen Wert jenseits aller Ideologie haben. Tages- und Parteipolitik sollen weder bei den Arbeitstreffen noch bei den öffentlichen Veranstaltungen eine Rolle spielen. Offiziell eröffnet wird der Kongreß am Dienstag von Horst Köhler. Am Mittwoch werden die Delegierten von Angela Merkel und Bernd Neumann im Kanzleramt empfangen.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2006, Seite 13, Feuilleton

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