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Wiedergesehen: Frau Monroe


Am 1. Juni wäre Norma Jean, geboren als Norma Jeane Baker, bekannt als Marilyn Monroe, erst achtzig Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß zeigt das Kunsthaus Hamburg bis zum 1. Mai die Sonderausstellung »Legende, Mythos und Ikone«. Die Schau präsentiere die Monroe ganz privat, als von der Öffentlichkeit gestyltes, glamouröses Kunstprodukt sowie in ihrer Tragik als Medienfigur, sagte Kunsthaus-Direktor Klaus Mewes. 300 Exponate (Fotos, Collagen, Grafiken, Gemälden, Filme, Skulpturen und Kunstobjekte. Die Arbeiten, mit denen Fotografen und Maler sie schon zu Lebzeiten begleiteten, zeigten häufig eine Identifikation mit der Figur Monroe und ihrem Rollenwechsel. Sie sei dadurch vergleichbar etwa mit Elvis Presley als Musik-Ikone oder Che Guevara als Polit-Ikone, so Mewes. Udo Lindenberg sang dazu früher einmal: »Goodbye, Norma Jean, ich habe dich oft gesehen, vielleicht erinnerst du dich, ich saß in Reihe zehn, der Junge mit den Pickeln, für den du immer noch viel mehr bist, als irgendein Sex-Objekt, das man einmal benutzt und vergißt«. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2006, Seite 12, Feuilleton

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