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Polizistinnen gegen Menschenhandel

Bayreuth/Berlin. Die rund 200 Delegierten der vierten Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayreuth haben sich in einem Leitantrag für Verbesserungen im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution ausgesprochen. Zu einer wirksameren Strafverfolgung müsse die 2004 verabschiedete EU-Richtlinie zum Aufenthalt von Nicht-EU-Bürgern, die Opfer des organisierten Menschenhandels geworden sind, in nationales Recht umgesetzt werden, heißt es in dem Antrag, der auf der am 21. März zu Ende gegangenen Tagung beschlossen wurde. Opfern, die mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten und wichtige Informationen über die Drahtzieher weitergeben würden, könnten dann Aufenthaltsgenehmigungen und existenzsichernde Unterstützung geboten werden.

Weiterhin notwendig sei die Einführung der Kronzeugenregelung für Opferzeugen und ein finanziell abgesichertes bundesweites Netz von Fachberatungsstellen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2006, Seite 15, Inland

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