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Ver.di gegen Ärztetarifvertrag


Frankfurt am Main. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft lehnt einen gesonderten Tarifvertrag für Ärzte an den deutschen Universitätskliniken ab, da offensichtlich Gehaltssteigerungen bei den Ärzten durch Einsparungen bei den nicht-ärztlichen Beschäftigten finanziert werden sollen. Der Landesbezirksleiter von ver.di-Hessen bezog, Jürgen Bothner, bezog sich in seiner Kritik auf die Angebote, die dem Marburger Bund von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gemacht wurden: »Eine solche Umverteilung von unten nach oben werden wir nicht mitmachen.« Die Klagen junger Ärzte über Überstunden teile die Gewerkschaft, allerdings verbiete schon jetzt der Traifvertrag unbezahlte Überstunden. Das Problem liege in der Praxis, in der Krankenhausorganisation und der Ärzteschaft selbst. »Die Ausbeutung junger Assistenzärzte wird nicht dadurch beendet, daß man ihnen für ihre schlechten Arbeitsbedingungen mehr Geld bezahlt. Da muß wesentlich mehr passieren!« so Bothner. (ver.di hessen/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2006, Seite 15, Inland

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