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Vorwürfe Chinas gegen Taiwan

Peking/Taipeh. Nach der Auflösung des taiwanischen Nationalen Wiedervereinigungsrates hat China Präsident Chen Shui-bian vorgeworfen, den Frieden zu gefährden. Chen habe mit der Entscheidung zur Verfassungsreform, die auf eine Unabhängigkeit Taiwans ziele, Frieden und Stabilität in Taiwan und der Asien-Pazifik-Region »ernsthaft in Gefahr« gebracht, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung der Regierung in Peking. Mit der Auflösung des Wiedervereinigungsrates setzte Chen alte Richtlinien für eine Wiedervereinigung der Insel mit dem Festland außer Kraft. Ungeachtet der Warnungen aus Peking besiegelte der Präsident am Dienstag mit seiner Unterschrift die Auflösung des 1990 gegründeten Gremiums auch formal.
(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.03.2006, Seite 6, Ausland

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