-
06.02.2006
- → Ausland
Schwere Vorwürfe nach Fährunglück im Roten Meer
Safaga. Nach dem Fährunglück im Roten Meer haben Überlebende und Angehörige der etwa 1000 Todesopfer schwere Vorwürfe gegen Behörden und die Schiffsbesatzung erhoben. Überlebende warfen dem Kapitän des Unglücksschiffes am Wochenende vor, er habe es trotz eines Feuers an Bord abgelehnt, wieder in den sicheren Hafen zurückzukehren und sei als erster von Bord gegangen. Hunderte verzweifelte Menschen ohne Nachricht von ihren Angehörigen an Bord »Al Salam Boccaccio 98« griffen in der ägyptischen Hafenstadt Safaga mit Steinen und Stöcken Polizisten an.
Von den mehr als 1400 Menschen an Bord waren nur 378 gerettet worden, mindestens 185 Leichen wurden nach Polizeiangaben geborgen. Für die etwa 800 Vermißten gab es am Sonntag zwei Tage nach der Katastrophe praktisch keine Hoffnung mehr. Verkehrsminister Mohammed Mansur zufolge führte ein Brand zum Untergang der äyptischen Fähre. Das Feuer sei in einem Lastwagen an Bord ausgebrochen.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!