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02.11.2026, 18:54:03
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WHO prangert Angriffe auf Zivilisten an
Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Montag den Schutz der Zivilbevölkerung bei den Kämpfen in Äthiopien eingefordert. Berichte über Angriffe auf Zivilisten in den Regionen Amhara und Tigray seien »zutiefst beunruhigend«, hieß es in einer Erklärung von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Unter den Menschen, die laut Reuters am Freitag bei einer Serie von Drohnenangriffen im Flüchtlingslager »Jari 2« in Amhara getötet wurden, befanden sich auch Kinder, darunter ein Neugeborenes. Bei einem weiteren Angriff in Rama, Tigray, sollen mehrere Menschen ums Leben gekommen sein, als sie versuchten, sich mit Lebensmitteln zu versorgen. »Drohnenangriffe und zivile Opfer sind in ganz Äthiopien auf tragische Weise zur Normalität geworden«, schrieb Ghebreyesus.
Die Gewalt im Norden des Landes treibe ein ohnehin schon fragiles Gesundheitssystem immer näher an den Zusammenbruch. Krankenhäuser litten unter einem Mangel an medizinischem Personal, Medikamenten und Ausrüstung. Der Rettungsdienst sei stark eingeschränkt und die unsichere Lage behinderr die Lieferung lebensrettender medizinischer Hilfsgüter in einige Gebiete. »Die Zivilbevölkerung muss geschützt werden. Gesundheitspersonal und humanitäre Hilfsgüter müssen die Bedürftigen erreichen können«, forderte der WHO-Chef.
Seit dem 23. September sieht sich die Regierung in Addis Abeba einem bewaffneten Aufstand der »Allianz der äthiopischen Völker für das Überleben« gegenüber. Sie wollen die Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed stürzen, dem sie ein diktatorisches und genozidales Regime vorwerfen. (jW)
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