Nachschlag: Staatsbürgerkunde
→ Thirteen Days. Amazon Prime
Neun Jahre nach »JFK« kehrte der Mann für JFK Affairs auf die Leinwand zurück. Diesmal als Ken O’Donnell, Sonderberater JFKs während der Kubakrise. Costner spielt, was sein Rollenfach hergibt, den patriotisch-ernsten Familienvater, der auch in der hohen Politik nicht vergessen hat, wofür man das alles tut, für die Menschen nämlich. Doch nur, insofern sie Staatsbürger der USA sind. Die Belange der Kubaner kommen nicht vor, und Sowjetbürger, wenn sie überhaupt auftreten: zynisch, verschlossen, gewohnt zu lügen. Der Rest ist Othering durch Abstraktion, das dunkle Reich da drüben, wird nicht konkret. Die US-Seite ist divers. Der idealistische Diplomat, der charismatische Präsident, der ausgekochte Berater, der smarte Präsidentenbruder, der Air-Force-Chef als Karikatur, die auch in »Dr. Strangelove« sitzen könnte. Mit der Geschichte nimmt die Geschichte es nicht so genau. Erst nach einer Stunde Laufzeit kommen die im Frühjahr 1962 in der Türkei stationierten Jupiter-Raketen ins Spiel, da ist das Narrativ der bloß reagierenden USA längst etabliert. (fb)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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