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Krise der EU-Automobilindustrie

Investitionen der Autokonzerne sacken ab

Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Muff: Auspuff

München/Hamburg. Europas und Deutschlands Autoindustrien befinden sich mit ihrer Sparpolitik auf einem gefährlichem Pfad. Laut einer Studie von Allianz Trade haben die Konzerne ihre Investitionen in diesem Jahr um 20 Prozent reduziert, obwohl der technologische Rückstand auf die chinesische Konkurrenz bei Digitalisierung und Batterietechnologie größer zu werden droht. Demgegenüber hätten europäische Großkonzerne in anderen Branchen ihre Investitionen in diesem Jahr um zehn Prozent erhöht. Die Analyse zeigt, dass in der Autobranche zu lang Kapital in die hergebrachte Verbrennertechnologie gesteckt sowie für kurzfristige Renditen und Dividenden ausgegeben worden ist, statt frühzeitig in Elektrifizierung und Digitalisierung zu investieren. »Die Kapitalallokation der vergangenen zwei Jahrzehnte ist ein Bumerang, der jetzt zurückkommt«, kommentierte Guillaume Dejean. So warnten die Autoren auch die EU: Eine Aufweichung des ursprünglich für Neufahrzeuge ab 2035 geplanten Verbrennerverbots ohne verbindlichen Fahrplan berge die Gefahr, dass die heimischen Autohersteller noch weiter hinter die asiatische Konkurrenz zurückfallen. (dpa/jW)

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Erschienen am 10.10.2026, Kapital & Arbeit

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