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Diplomatischer Protest

Unbegründete Terrorvorwürfe: Iran bestellt britischen Botschafter ein

Foto: Michael Kappeler/dpa
Üppig: Das iranische Außenministerium in Teheran

Teheran. Nach vermutlich unbegründeten Terrorvorwürfen gegen den Iran hat das Außenministerium in Teheran den britischen Botschafter einbestellt. Irans Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi forderte die Regierung in London zu einer »Korrektur« auf, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Der Minister sprach von einer »unbegründeten und geschmacklosen Behauptung britischer Vertreter«, wonach der Iran mit Sabotageplänen gegen den Luftwaffenstützpunkt Fairford in Verbindung stehe. Die Einbestellung eines Botschafters gilt international als scharfer diplomatischer Protest.

Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte der britische Premierminister Andy Burnham Anzeichen für eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt. »Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war«, sagte der britische Regierungschef der BBC. Es handle sich jedoch »weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung«.

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Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten Stützpunkt aufgegriffen worden und sind inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Das von den Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich laut Polizei jedoch nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt. Einer der Festgenommenen soll Medienberichten zufolge selbst den Notruf gewählt und die Polizei auf den Plan gerufen haben. (dpa/jW)

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Erschienen am 02.10.2026, Ausland

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