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01.10.2026, 17:19:46
- → Kapital & Arbeit
Höhere Netzgebühren: Strompreise könnten steigen
Berlin/Dortmund. Weniger Zuschüsse – höhere Netzgebühren: Die vier Betreiber der Stromüberlandleitungen haben errechnet, wie hoch das durchschnittliche Netzentgelt auf der Höchstspannungsebene im kommenden Jahr voraussichtlich sein wird. Demnach werden pro Kilowattstunde 3,54 Cent fällig, das sind 0,68 Cent mehr als im laufenden Jahr.
Hintergrund ist die geplante Kürzung des jährlichen Bundeszuschusses zu den Übertragungsnetzkosten um knapp eine Milliarde Euro auf 5,525 Milliarden Euro 2027. Die Kosten für das Übertragungsnetz entstehen unter anderem durch den Ausbau des Netzes sowie durch Steuermaßnahmen, die Engpässen beim Betrieb entgegenwirken.
Die Gebühren der Übertragungsnetzbetreiber werden den Betreibern der niedrigeren Spannungsebenen des sogenannten Verteilnetzes in Rechnung gestellt. Diese verrechnen sie mit ihren eigenen Kosten. Auf den Stromrechnungen der Haushalte tauchen die Übertragungsnetzentgelte daher nur indirekt auf: Sie sind in dem Posten Netzentgelte enthalten.
Das Vergleichportal Verivox schätzt, dass von der Erhöhung im Schnitt nur rund ein Drittel an die Endverbraucher weitergegeben wird. Der durchschnittliche Strompreis von derzeit gut 32 Cent könne dadurch um knapp ein Prozent steigen. »Wie stark die höheren Kosten unterm Strich bei den Haushalten ankommen, hängt deshalb auch vom jeweiligen Verteilnetzgebiet und von weiteren Bestandteilen des Strompreises ab«, erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck.
Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber sind die Unternehmen 50Hertz, Amprion, Tennet Germany und TransnetBW. Sie sind jeweils für ein festgelegtes Gebiet zuständig. (dpa/jW)
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