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USA

Erschießung im Livestream

Washington. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will eine Hinrichtung per Erschießungskommando live übertragen lassen. Das teilte das Pentagon am Donnerstag (Ortszeit) mit. Demnach soll Nidal Hasan, der 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen hatte, am 3. Dezember hingerichtet werden. Der frühere Armeepsychiater Hasan feuerte nach eigenen Angaben auf seine Kameraden, weil diese in Afghanistan Krieg gegen andere Muslime führten.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem in Onlinenetzwerken verbreiteten Videointerview, Hasan bekomme »ein Erschießungskommando mit Soldaten (…), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist«. Es sei die erste Hinrichtung durch ein militärisches Erschießungskommando in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg, so Hegseth. Er spielte damit auf den Fall von Eddie Slovik an, der 1945 wegen Fahnenflucht exekutiert worden war. »Ich mag irgendwie die Mentalität, die wir im Zweiten Weltkrieg hatten«, sagte Hegseth, der sich »Kriegsminister« nennt.

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Die Vereinten Nationen haben den angekündigten Livestream der Hinrichtung als eine Form von »Folter« verurteilt. Dieser würde »gegen das absolute Folterverbot verstoßen«, erklärte das Büro des UN-Beauftragten für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag gegenüber AFP. Öffentliche Hinrichtungen stellten demnach »eine Form von grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung« dar. Die Praxis ist weltweit äußerst selten geworden.

In diesem Jahr wurden in den USA bereits 30 Todesurteile vollstreckt. Im vergangenen Jahr waren 47 Menschen hingerichtet worden – die höchste Zahl seit 2009. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2026, Seite 6, Ausland

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