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30.09.2026, 18:20:40
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Israel spricht nach gewaltsamem Flugzeugvorfall von »Terroranschlag«
Tel Aviv. Nach dem gewaltsamen Vorfall im Cockpit eines Flydubai-Flugs auf dem Weg nach Tel Aviv geht die israelische Regierung von einem versuchten »dschihadistischen Anschlag« aus. Er sei nur dank des Mutes israelischer Passagiere vereitelt worden, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Mittwoch. Das Flugzeug konnte zunächst im saudiarabischen Tabuk notlanden. Am Abend landeten die Passagiere dann an Bord einer Ersatzmaschine wieder sicher auf dem Tel Aviver Flughafen, wo ihre Angehörigen auf sie warteten.
Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte einer der Piloten mit einem Messer auf seinen Kollegen eingestochen, als die Flydubai-Maschine sich am Morgen Israel genähert hatte. Er habe offenbar vorgehabt, das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz zu bringen. Auch Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir sprach von einem versuchten Terroranschlag. Die staatliche emiratische Fluggesellschaft Flydubai bestätigte eine Auseinandersetzung im Cockpit. Das in Dubai gestartete Flugzeug wurde demnach von einer zweiten Besatzung, die in der Kabine mitreiste, sicher am Flughafen von Tabuk gelandet. Von dort hieß es, der Kapitän und der erste Offizier seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Angaben über weitere Verletzte gab es zunächst keine. »Alle Passagiere und die Crew sind in Sicherheit«, erklärte Flydubai.
Zuvor war berichtet worden, die Maschine habe zunächst den Code 7700 abgesetzt, der auf eine Notlage hinweist, und anschließend den Code 7500, der zur Meldung einer Flugzeugentführung verwendet wird.
Netanjahu sagte, fast alle Passagiere des Flugs seien Israelis. Der Angreifer sei festgenommen und werde gegenwärtig von den saudischen Sicherheitsbehörden befragt. Er habe die israelischen Einsatzkräfte angewiesen, sich auf »potentielle weitere Bedrohungen einzustellen«, sagte der ultrarechte Premier, ohne weitere Details zu nennen. In der Mitteilung der Airline hieß es weiter, die Hintergründe und Motive für den Vorfall seien unklar. Das Unternehmen rief dazu auf, von Spekulationen abzusehen, während die Ermittlungen andauerten. (dpa/jW)
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