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Mit sich selbst im reinen
Eine Ehrung für den hundertjährigen Maler Wolfram Schubert. Über Kunst ohne Deutungsakrobatik
»Geliebt und verstanden werden
ist das größte Glück.«
Honoré de Balzac¹
Beim Blättern in einem alten Katalog fand ich die Bemerkung Helmut Sakowskis, Wolfram Schubert sei nicht nur beinahe gleichaltrig mit ihm, sondern er sei ein Bruder im Geiste. So holte ich also Sakowskis Romane »Daniel Druskat« und »Wege übers Land« wieder hervor und fand darin Passagen, die diese Bruderschaft besonders deutlich machen. Beim Lesen scheint es, als sehe man Wolfram Schuberts Landschaften vor sich. Doch es geht nicht nur um sie. Je weiter man liest, umso deutlicher wird das Verbindende: eine tiefe Liebe zum Land und seinen Menschen, zum Leben in und mit der Gemeinschaft, ein selbstverständliches Verantwortungsgefühl für den Nächsten und die Natur, Freude an Sinneserlebnissen, die Fähigkeit, Empfindungen, Gemütsbewegungen auszudrücken und Leidenschaften auf jene zu übertragen, die dafür offen sind. Der Schriftsteller Helmut Sakowski starb 2005. Nun überlebt der Maler seinen Freund um mehr als 20 Jahre.
Abbild und Symbol
Am heutigen 30. September 2026 feiert Wolfram Schubert seinen 100. Geburtstag. Eine solche Zentenarfeier ist etwas Seltenes. Sein Lebensweg begann in der Weimarer Republik. Er erlebte die Herrschaft des deutschen Faschismus, den mörderischen Zweiten Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft, die Sowjetische Besatzungszone, die DDR bis zu ihrem bitteren Ende und erfährt nun den Turbokapitalismus, der gerade heute seine schlimmsten Auswirkungen zeigt.
Mit ihm ehren wir einen Künstler, der sich konsequent dem sinnlichen Schauspiel der Dinge zuwendet und damit gleichzeitig seine innere Welt spiegelt. So entstanden bildnerische Poesie, Erinnerungen an verbrachte Tage und an Menschen, an erlebte Landschaften, an geschaute Szenen, an einfache und dennoch sinnreiche Motive. Jedes seiner Werke ist symbolhaft: Ein zerbeulter blecherner Essnapf, ein abgewetztes Messer, ein ungeschälter Maiskolben mit vertrockneten Blättern oder eine verschlissene Wattejacke erzählen vom Tag der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft. Der Zerfall eines Herrenhauses wird in wenigen Andeutungen erlebbar, und in den Grafiken der Landwirtschaftsserie »Klinkow« beschreibt er sein Zuhause bei jenen, die unersetzbar sind. Er erfreut sich an der Schönheit von Pferden und ihren Bewegungen und macht sie so zu Gleichnissen für Lebenslust. So wie der Maler selbst gern Geschichten erzählt, so erzählen die Bilder. Manchem missfällt dieses »Literarische« in der bildenden Kunst. Wolfram Schubert hält selbstbewusst dagegen. Für ihn gehört das zur Polyfunktionalität seiner Kunst.
In den Darstellungen der Siegesgöttin Nike und in seinen »Wende«-Bildern findet man bildnerisch erfasste tiefe Zweifel an den lautstarken Verkündigungen von Aufstieg und Neugeburt in der Zeit des Anschlusses. Die hochtrabenden Freiheitsphrasen erwiesen sich als Täuschungen; die Diktatur des Geldes begann; aus Neugeburt wurde Rückfall. Beim Betrachten seiner Bilder kommen solche Gedanken auf. Eine der Landschaften nannte er schlicht »Versteckspiel am Himmel«. Doch er wollte wohl auch zeigen: Ein Licht als Zeichen der Hoffnung hat die Kraft, Dunkelheiten zu durchbrechen. Per aspera ad astra. Die bewegte Landschaft wird zum Symbol.
Am 4. Oktober 1990, einen Tag nach dem offiziellen Anschluss der DDR an die Bundesrepublik Deutschland, malte Wolfram Schubert sein großes Bild »Abgesang«. Zwischen prachtvollen Blumen liegt zerknittert die Fahne des untergegangenen Staates, als sei sie hingeworfen: Ehrung und Wehmut in einem. Sein ganzes malerisches Können wird sichtbar. Pastose und aquarellhafte Partien ergänzen einander. Konturen verschmelzen mit dem, was sie eingrenzen. Festgefügtes und Zerfließendes bilden eine widersprüchliche Einheit. Eine der Blumenvasen ist auf die Fahne gestellt. Andeutungen stoßen die Phantasie an. Das ist ein »Wende«-Bild mit klaren Gedanken. Es zeigt, dass Schönheit und Wahrheit beim Maler eine Einheit bilden.
Man kann solche Bilder auch genießen. Derartige Genüsse bringt die aktuelle bildende Kunst nur noch sehr selten zustande. Es herrscht die Sucht nach ständig Neuem. Je unanschaulicher die Hervorbringungen sind, umso umfangreicher wird die Deutungsakrobatik. In Wolfram Schuberts Bildern geschieht das Gegenteil. Er ahmt die Natur nicht nach; er interpretiert sie; er nimmt den Betrachter mit auf den Weg vom empfindenden zum denkenden Menschen. Nur beschränkter Hochmut kann einer Kunst, die auch sogenannten Durchschnittsmenschen gefällt, jeden Kunstwert absprechen. Der Realist Wolfram Schubert ist zu Recht stolz auf seine künstlerische Leistung. Und diesen Stolz, der ohnehin frei ist von jeder Künstlerattitüde, wird er sich weiter bewahren.
Freundlichkeit und Lebenswillen
Als er 1975 sein Bild »Brot für alle« für die Galerie des Palastes der Republik malte, fasste er wesentliche Elemente seines bisherigen Schaffens im großen Format zusammen: Ein selbstbewusster Bauer steht lebensgroß, fest und dominant im bildnerischen Zentrum, die Hände auf die Hüften gestützt, das Gesicht verschwitzt und von der Sonne gerötet, die Kleidung von der Arbeit verschmutzt – ein Mensch, der weiß, was er wert ist. Das kräftige Rot seiner Jacke rückt ihn visuell nach vorn. Durch die hügelige Landschaft führen Ackerfurchen in die Bildtiefe. Am Himmel scheint ein Gewitter abzuziehen. Ein Regenbogen ist angedeutet, zugleich ein Zeichen der Erinnerung an Thomas Müntzer. Der Himmel spiegelt sich in einem kleinen See. Davor ein abgestorbener, hohler Weidenstamm mit ein paar toten Ästen. Diesem Symbol der Vergänglichkeit steht ein gedeckter Tisch im rechten Bildteil gegenüber, über den sich vom Wind bewegtes Getreide neigt. Hier wird etwas von dem präsentiert, was geschaffen wurde: Ein Brot und ein Stück Speck mit einem Messer auf einem Holzbrettchen, Äpfel, eine Flasche Wein mit einem umgestoßenen Glas. Der Wind hat das Tischtuch zur Seite geweht, so dass zwei Blätter Papier sichtbar werden. Ein Bild voller Anspielungen auf planvolles Tun und ein Leben in Frieden.
Nicht nur die Wirklichkeit hat hier die bildnerische Phantasie angestoßen; es sind auch die eigenwillig verarbeiteten Beziehungen zur Kunstgeschichte, zum Beispiel zu Paul Cézanne. Bei Wolfram Schubert verbindet sich das mit einer Vorliebe für das Handwerkliche, das wenig Feierliche. Er ist nicht auf das abstrakt Schöne versessen, sondern darauf, wie er mit solchen Mitteln immer auch einen sozialen Aspekt ansprechen kann. Wenn er Bauern, Akte, Früchte, Landschaften, Blumen und anderes darstellt, dann ist er mit den französischen Impressionisten verwandt. Er verschmilzt in seiner Kunst die verschiedensten Elemente, die Polyphonie der Farben und die Geschlossenheit, ja fast Strenge der Komposition, die Sinnbildhaftigkeit des Gegenständlichen – obwohl auch für ihn ein Glas ein Glas oder ein Apfel ein Apfel bleibt – und das Simultane, das heißt die Durchbrechung der Einheit von Zeit und Raum, die ihm und dem Betrachter eine Reflexion über historische, philosophische oder auch ganz alltägliche Fragen ermöglicht. Nach der Zerstörung des Palastes der Republik war das Bild »Brot für alle« 2018 im Potsdamer Museum »Barberini« noch einmal zu sehen. Heute fristet es ein geduldetes Dasein im Depot des Deutschen Historischen Museums.
Es steht für ein zentrales Anliegen seiner Kunst: das Leben und die Arbeit auf dem Lande, die Ehrung jener, die die Nahrung des Volkes schaffen und damit auch die Landschaft verändern. Viele Motive und Sujets – schon einmal gemalt – schwingen in seinem Denken weiter, oft über Jahre hinweg, immer auf der Suche nach ihrem Wesen, nach einem klaren Gefühl. Haben sie ihre innere Struktur einmal gefunden, entfalten sie sich freudig. Nichts erscheint als Kopie von etwas früher Gemaltem; immer ist es neu, vergleichbar mit Musik, die mit Variationen eines Themas neue Klänge schafft.
Darin liegt wohl eine Ursache für die Wärme seiner Bilder, für ihre Freundlichkeit und schließlich für den Lebenswillen, den der Maler bis heute mit seinem Werk beschwört. Er meistert das alles mit Gelassenheit, einer anmutigen Form des Selbstbewusstseins. Nur ein Mensch, der mit sich selbst im reinen ist, kann so viel Freude bereiten.
Bedachtsam, beharrlich und mit diplomatischem Geschick hatte er sich bis 1988 im damaligen Bezirk Neubrandenburg für seine Künstlerkollegen eingesetzt. Diese Beharrlichkeit führte auch dazu, dass sein 1969 entstandenes großes Wandbild »Kampf und Sieg der Arbeiterklasse« mit Unterstützung vernünftig denkender und handelnder Kommunalpolitiker und privater Unternehmer im heutigen Rathaus Neubrandenburg seit 2023 wieder zu sehen ist.
Ehrungen
Die erste große Würdigung erfuhr Wolfram Schubert bereits am 30. September 2025, als er seinen 99. Geburtstag feierte. Die Galerie »Schöne Höhe« in Pirna hatte ihm eine wunderbare Schau bedacht ausgewählter Bilder vorbereitet, die von einem Massenpublikum beinahe enthusiastisch aufgenommen wurde. Weggefährten und Künstlerkollegen begegneten ihm wieder, teilweise nach vielen Jahren, und suchten das Gespräch mit ihm.
»Ich werd' nun erstmals 100! Dann sehen wir weiter«, schrieb er uns in einem Brief. Es gab und gibt 2026 zahlreiche Ausstellungen mit seinen Werken. Am 24. April endete in Magdeburg eine gemeinsame Bilderschau mit seinem verstorbenen Bruder, dem Fotografen Hans-Joachim Schubert. Der Kunstverein Schwedt eröffnete am 30. Mai eine umfangreiche Präsentation seiner Werke. Sein Programmbild »Vier Jahreszeiten« war wieder zu sehen, in dem sich in vier Tafeln inhaltlich und kompositorisch ein Jahreskreis schließt. Diese Ausstellung schloss am 2. Juli. In der Kunstsammlung Neubrandenburg wurde seit dem 10. Juni unter dem Titel »Im Hier und Jetzt« eine Kabinettausstellung mit Arbeiten aus eigenem Sammlungsbestand und aus dem »Archiv Bildende Kunst Mecklenburgische Seenplatte« gezeigt. Die engagierte Malerin Heide-Marlies Lautenschläger hatte diese Schau eröffnet, die am 30. August wieder schloss. Wolfram Schubert hatte bereits früher einen Teil seiner Werke als Vorlass diesem Archiv übergeben. Mit Lesungen aus seinem Buch »Ich will. Erinnerungen« war er an diesen Ausstellungen beteiligt. Ohne die selbstlose Unterstützung seiner Tochter Helma K. Groll und seiner am 16. August im Alter von 95 Jahren verstorbenen Frau Inge wäre vieles nicht zustande gekommen.
Die regionale Presse nahm alle diese Bilderschauen zum Anlass, den nun Hundertjährigen zu ehren. Man konnte unter anderem lesen, Wolfram Schubert sei ein prominenter Künstler der Nachkriegsgeneration, für den die Lust am Experiment kennzeichnend sei. Auch nach seinem 100. Geburtstag werden weitere Ausstellungen hinzukommen. Vielleicht interessiert sich das Deutsche Historische Museum für seine »Wende«-Bilder.
Seit 2019 wohnt Wolfram Schubert in der Hansestadt Gardelegen und lädt in der Nikolaistraße 4 in eine neue Ateliergalerie ein. Hier geht er fast täglich seiner künstlerischen Arbeit nach und schuf unter anderem neue Gardelegener Stadtlandschaften. Die Stadt ehrt den unermüdlichen Künstler mit Ausstellungen im Salzwedeler Tor, in der »Alten Löwen-Apotheke«, wo sich heute die Touristinformation befindet, und in der Nikolaikirche, die als Veranstaltungs- und Ausstellungsort genutzt wird. Die Bürgermeisterin gibt einen ehrenvollen Empfang.
Das Bleibende
Meine Frau Maria und ich kennen die Familie Wolfram Schuberts seit der Mitte der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Aus einer Arbeitsbeziehung im Verband Bildender Künstler der DDR wurde im Lauf der Jahrzehnte eine freundschaftliche Verbindung, die auch die »Wende« überstand und danach umso fester wurde. Unseren Briefwechsel haben wir gesammelt. In einem seiner Brief vom 15. April 2016 steht: »Was für eine Zeit? Nun verabschieden sich schon für immer die Jungen von damals. Kein Wunder, warum wird man auch 100? Aber es ist doch so schön auf Erden, was da alles geschieht! Ich denke da nicht an Kriege.« Nein, seinen tiefen Abscheu vor Kriegsverbrechen brachte er schon vor Jahren zum Beispiel in seinen Graphiken zu den Massakern des skrupellosen, freundlich-widerlichen Massenmörders »Kongo-Müller« zum Ausdruck. »Als Künstler weiß man nie, was daraus wird, wenn man etwas beginnt. (…) Wir lassen uns eher treiben wie beim Schreiben. Ein Wort ergibt das andere oder ein Ton den anderen zum Akkord bis hin zur melodischen Komposition des Musikers. Die eigene Freude an der Arbeit ist das Schöne an ihr.« Wenn wir uns heute auch seltener sehen, so bleibt doch das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Denken und Handeln. Es gibt einen oft wiederholten Gedanken Wolfram Schuberts: »Malen ist mein Lebenselixier. Das brauche ich einfach.« So wird es bleiben, auch wenn er die 100 überschritten hat. Neue Bilder werden seine Liebe zum Leben zeigen. Dazu Glück auf den Weg!
Anmerkungen
1 Honoré de Balzac: Die Lilie im Tal, Leipzig 1972, S. 173
Biographisches über Wolfram Schubert
1926 Am 30. September im Flämingdorf Körbitz bei Jüterbog geboren
1937–1943 Schüler an der Saldria in Brandenburg an der Havel
1944–1949 Kriegsdienst und sowjetische Gefangenschaft
ab 1950 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee bei Kurt Robbel, Horst Strempel und Bert Heller
1951 Heirat mit Ingeborg Mertens und Geburt der ersten Tochter Helma
1955 Diplomarbeit »Ein Freiwilliger meldet sich zu den Lützowschen Jägern« (heute verschollen). Mitglied im Verband Bildender Künstler
ab 1956 Aspirantur bei Fritz Dähn, Freundschaft mit Herbert Tucholski und Karl-Heinz Wenzel. Beteiligung an der IV. Deutschen Kunstausstellung in Dresden 1958
1960 Umzug nach Neubrandenburg
1961 Personalausstellung in Rostock. Geburt der Tochter Simone. Zeitweise Arbeit in den Berliner Werkstätten Monbijoupark in grafischen Techniken
1963 Geburt des Sohnes Mathis-Neithard. Mitbegründer der Keramik-Produktionsgenossenschaft Waren
1965–1988 Vorsitzender des Bezirksverbandes Neubrandenburg des VBK in der DDR
1967 Porträts des LPG-Vorsitzenden Albert Mast sowie des Angehörigen der Internationalen Brigaden im Spanischen Krieg und Partisanenkämpfers Gustav Szinda
1969 Mitbegründer des Zentrums Bildende Kunst in Neubrandenburg
1969–1974 Beteiligungen an zahlreichen internationalen Grafikausstellungen, unter anderem in Kraków, Ljubljana, Carpi, Mailand, Frechen, Madrid und Christchurch/Neuseeland
1970 Kunstpreis der DDR
1976 Erste Retrospektivausstellung in Neubrandenburg. Fertigstellung des Tafelbildes »Brot für alle« für die Galerie im Palast der Republik, Berlin
1981 Personalausstellungen in Warschau und Kraków
1986 Fassadengestaltungen in Berlin-Kaulsdorf und Neubrandenburg
1988 Ausbildungsleiter der Spezialschule für Malerei an der Kulturakademie des Bezirks Neubrandenburg
1990 In der »Wende«-Zeit Betrieb eines Weinhandels zur Sicherung des Lebensunterhalts
1991–1994 Zahlreiche Ausstellungen in Berlin, Kiel, Bad Kreuznach, Detmold, Neubrandenburg und Anklam
1993 Übersiedlung nach Potzlow in der Uckermark
1993–2000 Beteiligung an den internationalen Landschaftspleinairs in Schwedt und an Pleinairs im Trentino, in der Uckermark, an der Odermündung und auf der Insel Wollin. Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen in Polen, Italien und Deutschland. Lehrtätigkeit (Farb- und Gestaltungslehre) in einem Umschulungs- und Bildungsprojekt des Landes Brandenburg, Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten in Magdeburg, Merseburg und Barleben
2003 Mitglied im 1990 gegründeten Künstlersonderbund in Deutschland e. V.
2006–2011 Große Retrospektive in Wittenhagen; weitere Ausstellungen in Prenzlau, Templin, Schwedt, Zachow und Burg Stargard
2016 Porträtausstellung in Templin und Eisenhüttenstadt
2019 Übersiedlung nach Gardelegen
2021 Eintritt in den Berufsverband Bildender Künstler, Teilnahme an der Kunstmesse Sachsen-Anhalt
Weitere Arbeitsaufenthalte und Studienreisen, z. T. mit Ausstellungen verbunden (Auswahl): 1956/57: Altmark (Zeichnungen zum Thema Feldarbeit); 1959 Moskau; 1960 Klinkow (Landwirtschaftliche Themen), Rumänien; 1965 Guinea und Mali; 1967 Usbekistan, Tadschikistan, Aserbaidschan; 1968 Guinea und Mali; 1969 Sibirien; 1972/73 Donbass, Moskau; 1978 Syrien; 1980 Karelien; 1982 Bulgarien; 1984 Nordkorea; 1990 Westdeutschland und Schweiz; 1991 Italien; 1993 Provence
(Zusammengestellt nach Recherchen von Isabell Schmock-Wieczorek, Leipzig)
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Onlineabonnent*in André M. aus B. 30. Sept. 2026 um 08:46 UhrAls Nordlicht sind mir Schubert und Sakowski nahestehend. Sie haben bildnerisch und malerisch meine Heimat so richtig zu meiner Heimat gemacht. Das, was sie sahen und hörten, ging durch sie hindurch und wurde zu etwas Einzigartigem. Der Realismus ist die Kunstform des Sozialismus, beide können mit Fug und Recht von sich behaupten, den Beweis dazu mit erbracht zu haben. Das Werk beider Künstler zeigt wieder einmal, was mit der DDR verlorenging (trotz ihrer mannigfachen Fehler).
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