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Antisemitismuskeule

150 jüdische Berliner nehmen Linke in Schutz

Foto: Henning Kaiser/dpa
Koautorin Deborah Feldman (Köln, 10.3.2024)

Berlin. 150 jüdische Berlinerinnen und Berlinern haben die Linke gegen Antisemitismusvorwürfe in Schutz genommen. »Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich«, heißt es in einem offenen Brief, für den unter anderem die bekannten Autorinnen Deborah Feldman und Eva Menasse mitzeichneten. Weiter: »Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen. Vor dem Hintergrund des überall anschwellenden Antisemitismus ist es nicht einfach eine neutrale Beobachtung, eine demokratische linke Partei herauszugreifen, sondern ein politisches Instrument, um Aufmerksamkeit ab- und umzulenken.«

Steigende Mieten, prekäre Beschäftigung, Überlastung von Schulen und Gesundheitssystem und wachsende soziale Spaltung erzeugten demnach »genau jene gesellschaftlichen Spannungen, die auch den Judenhass fördern«. Eine rot-rot-grüne Koalition hätte die Kraft, »die materiellen Ursachen gesellschaftlicher Spannungen anzugehen«, resümierten die Verfasser. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte Grüne und SPD davor gewarnt, der Partei Die Linke nach ihrem Wahlsieg in Berlin zur Regierung zu verhelfen und erklärt, dass damit jüdisches Leben in der Hauptstadt gefährdet werden würde. (dpa/jW)

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Erschienen am 25.09.2026, Inland

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