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Nahostkonflikt

Ansarollah feuern Raketen auf Saudi-Arabien ab

Foto: Osamah Yahya/dpa
Mit selbstgebauten Raketen bieten die Ansarollah dem hochgerüsteten Saudi-Arabien die Stirn (Sanaa, 29.1.2024)

Sanaa. Die Ansarollah im Jemen (meist »Huthi« genannt) haben nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert. Ziel der »präventiven Operation« seien unter anderem Operationszentralen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager in der saudischen Region Dschisan im Südwesten des Landes unweit der jemenitischen Grenze gewesen, teilte Ansarollah-Militärsprecher Jahja Sari am Donnerstag mit.

Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, sechs von den Ansarollah abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die Luftabwehr habe damit Versuche vereitelt, die Städte Taif und Janbu anzugreifen, hieß es.

Die Ansarollah begründeten ihr Vorgehen mit einer Eskalation saudischer Raketenangriffe auf die Grenzgebiete in den jemenitischen Provinzen Saada und Hadscha. Von Dschisan aus sollen zuletzt mehr als 200 Raketen abgefeuert worden sein. Es seien zudem umfangreiche saudische Truppenansammlungen an der Grenze beobachtet worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben allesamt zunächst nicht.

Mehr als 1.000 saudische Luftangriffe

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Auch im Jemen selbst wurden die Gefechte fortgesetzt. Mit Saudi-Arabien verbündete Truppen der seit langem nicht mehr demokratisch legitimierten »Regierung«, die sich im saudischen Exil befindet, schossen nach eigenen Angaben eine Drohne der Ansarollah in der Provinz Tais im Südwesten des Landes ab. In der Region seien zudem Infiltrationsversuche der Ansarollah abgewehrt worden. Seit Anfang September kommt es im Süden und Westen von Tais immer wieder zu Gefechten und gegenseitigem Beschuss.

Der Konflikt zwischen den Ansarollah und Saudi-Arabien war im Sommer im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Auslöser war, dass Saudi-Arabien Sanaa unter Beschuss genommen hatte, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Die Ansarollah, die seit Jahren die Hauptstadt und weitere Gebiete kontrollieren, sind inzwischen auf dem Vormarsch. Nach UN-Angaben sind seit Anfang September bereits mehr als 130.000 Menschen innerhalb des Landes vor den schweren Gefechten geflohen. (dpa/jW)

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Erschienen am 25.09.2026, Ausland

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