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Politik für das Kapital

CDU-interne Kritik an Vorherrschaft des »Wirtschaftsflügels«

Foto: Kay Nietfeld/dpa
Einigen in der Union dämmert, dass die Dominanz des "Wirtschaftsflügels" eher Stimmen kostet als einbringt: Eröffnung der Fraktionssitzung am Dienstag

Berlin. In der CDU gibt es nach den schweren Niederlagen bei den Landtagswahlen heftige Kritik an der Dominanz des sogenannten Wirtschaftsflügels. »Wenn wir in das rein wirtschaftsliberale Lager gehen, zerstört das die CDU«, sagte das langjährige CDU-Bundesvorstandsmitglied Elmar Brok der Süddeutschen Zeitung vom Donnerstag. Der Wirtschaftsflügel spiele in der Bundestagsfraktion eine viel zu starke Rolle, kritisierte er. Dieser Flügel mache Politik für die Besserverdienenden, sagte Brok weiter. Ordnungspolitik sei für »diese Leute, was den oberen Wirtschaftskreisen nutzt: Für die ist es völlig in Ordnung, dass der kleine Mann das bezahlt - das merken die Menschen.« Der Vorsitzende des »Arbeitnehmerflügels« der CDU, Dennis Radtke, forderte in der SZ: »Wir sollten die niederschmetternden Ergebnisse des Septembers als CDU nutzen, unsere Antennen neu auszurichten. Die Defizite beim sozialen Profil sind nicht länger zu leugnen.« Es reiche eben nicht, »wenn bei der Themensetzung und der Tonlage die Funktionäre vor Begeisterung auf den Bierbänken tanzen, aber der Otto-Normal-Bürger nicht das Gefühl hat, wir haben eine Vorstellung davon, wie er sich in seinem Alltag strecken muss, um über die Runden zu kommen«, kritisierte Radtke. So werde die Partei dem Anspruch, Volkspartei zu sein, nicht mehr gerecht. (AFP/jW)

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Erschienen am 24.09.2026, Inland

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