»Antifa-Ost«: Angeklagter im Koma
Dresden. Im sogenannten Antifa-Ost-Prozess wurde Anfang September ohne den Angeklagten Henry A. weiterverhandelt. Das Verfahren wurde von den anderen sechs Mitangeklagten abgetrennt. Er ist seit einem Suizidversuch Mitte August nicht mehr ansprechbar, teilte die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe e. V. am Freitag mit. Der Verein kritisierte, dass gegen den 38jährigen trotz einer psychischen Erkrankung verhandelt worden sei. Zuvor haben seine Anwälte bereits Abtrennungsanträge gestellt, die jedoch abgelehnt wurden. Nach Angaben der Taz beging Henry A. Ende Juli bereits einen Suizidversuch. Daraufhin empfahl der behandelnde Arzt eine dreimonatige Prozesspause. Dies lehnte der Gutachter des Gerichts ab und attestierte Henry A. die Verhandlungsfähigkeit. Es bleibt offen, ob und wo ein neuer Prozess gegen ihn startet. Es muss innerhalb von zwei Monaten entschieden werden, ob das Verfahren ausgesetzt oder weiterverhandelt wird. (dpa/jW)
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