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Raumfahrt

Start-up TEC wirbt fast halbe Milliarde US-Dollar für Riesenrakete ein

Foto: picture alliance/dpa
Hélène Huby, Gründerin und CEO des deutsch-französischen Unternehmens »The Exploration Company« bei einem Pressetermin in der Integrationshalle des Raumfahrzeugherstellers

München. Ein erst 2021 gegründetes Raumfahrtunternehmen hat bei Investoren 450 Millionen US-Dollar (rund 387 Millionen Euro) für die Entwicklung einer Riesenrakete und einer Astronautenkapsel eingeworben. Das deutsch-französische Start-up The Exploration Company (TEC) will die Trägerrakete mit bis zu 60 Tonnen Nutzlast bis 2033 entwickelt haben, wie Unternehmenschefin Hélène Huby sagte. Zum Vergleich: Der derzeitige Spitzenreiter Ariane 6 – die einzige serienreife europäische Trägerrakete – kann etwas mehr als 20 Tonnen befördern. Huby nannte das Zieldatum selbst »aggressiv« und schloss Verzögerungen nicht aus. Insgesamt hat sich TEC damit nach Firmenangaben bisher 680 Millionen US-Dollar Finanzierung gesichert.

Die »Nyx« getaufte wiederverwendbare Raumkapsel soll sehr viel früher fertig werden. Nach jetzigem Plan soll die Kapsel – noch ohne Astronauten an Bord – am 28. November erstmals an die Internationale Raumstation ISS andocken, wie Huby sagte. Die französische Managerin ist gleichzeitig Sondergesandte des französischen Präsidenten für den Pariser Weltraumgipfel an diesem Mittwoch und Donnerstag. Die Konferenz war auch Anlass der TEC-Mitteilung. Die Muttergesellschaft sitzt in Gauting bei München, eine hundertprozentige Tochter in Frankreich.

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Die meisten Aufträge in der Branche gewinnt mangels europäischer Kapazitäten das US-Unternehmen SpaceX. Am Samstag abend hatte das deutsche Start-up Isar Aerospace beim zweiten Testflug seiner Spectrum-Rakete erfolgreich fünf Satelliten ausgesetzt. Die Spectrum ist jedoch eine sehr viel kleinere Rakete als die Ariane 6 mit vergleichsweise geringer Nutzlast. (dpa/jW)

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Erschienen am 09.09.2026, Kapital & Arbeit

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