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Estland: Verfahren wegen Sowjetplakat

Tallinn. Wie die estnische Zeitung Postimees am Dienstag berichtete, wurde ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet, nachdem vor einem Wohnhaus in der Nähe von Tallinn ein großes sowjetisches Propagandaplakat aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs aufgetaucht war. Auf dem Plakat war der russischsprachige Slogan »Tod der faschistischen Schlange« zu lesen. Darauf ist ein Rotarmist abgebildet, der eine hakenkreuzförmige Schlange mit einem Bajonett durchbohrt.

Eine Ermittlerin sagte gegenüber der Zeitung, es sei ein Verfahren wegen »Aufstachelung zum Hass« eingeleitet worden. »Das öffentliche Zeigen eines Transparents mit solchen Inhalten und Bildern« stehe »nicht im Einklang mit den in Estland geltenden Rechtsnormen und allgemeinen Werten.« Die Behörden würden nach einer schnellen Lösung suchen, um das »provokante« Plakat zu entfernen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2026, Seite 15, Antifaschismus

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