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04.08.2026, 18:46:15
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Katar meldet Fortschritte bei Bemühen um Ende des Kriegs gegen Iran
Doha. Im US-amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran gibt es Katar zufolge Fortschritte bei den Vermittlungsbemühungen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Dienstag, die diplomatischen Kontakte hätten ein sehr fortgeschrittenes Stadium erreicht. Katar, Pakistan und der Oman stimmten sich eng ab, um den Weg für Verhandlungen zu ebnen und Vertragsentwürfe zwischen Washington und Teheran auszutauschen. Auch US-Finanzminister Scott Bessent zeigte sich zuversichtlich. Es gebe Gespräche mit den Iranern und die Chance auf eine Einigung zur Öffnung der Meerenge noch am Dienstag oder Mittwoch, sagte Bessent dem Sender CNBC.
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag erklärt, es fänden Gespräche statt und der Iran habe eine »letzte Chance« auf ein Abkommen. Die Regierung in Teheran wies dies jedoch zurück und betonte, es gebe keine direkten Verhandlungen mit den USA. Die Hoffnung auf eine mögliche Einigung und eine Öffnung der blockierten Straße von Hormus ließ die Ölpreise am Dienstag um mehr als zwei Prozent sinken.
Nach dem erneuten Hochfahren des Angriffskrieges gegen die Islamische Republik hat Teheran den Schiffsverkehr durch die strategisch und ökonomisch wichtige Meerenge weitgehend gestoppt. Durch sie wurde vor dem Krieg etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert. Gleichzeitig blockieren die USA iranische Häfen und Schiffe. Teheran fordert Insidern zufolge die vollständige Kontrolle über den einlaufenden Schiffsverkehr in der Meerenge sowie die Überwachung des auslaufenden Verkehrs, um bei Bedarf eingreifen zu können.
Nun soll es Pläne der iranischen Führung geben, denen zufolge eine Art Rundkurs geplant sei. Gemeinsam mit dem Anrainerstaat Oman könnten Frachter auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus einfahren. Nachdem die Schiffe Häfen im Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, könnten sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer nutzen.
Auch die New York Times berichtet unter Berufung auf iranische und US-Beamte über die Pläne. Demnach gebe es im US-Verteidigungsministerium jedoch Vorbehalte gegen die Lösung. Einerseits stelle dies fast eine Kapitulation gegenüber dem Iran dar. Andererseits seien derzeit immer noch so viele iranische Seeminen in den omanischen Gewässern verlegt, dass Passagen dort Koordination mit der Islamischen Republik erforderten.
Trotz ausbleibender direkter Angriffe zwischen den USA und dem Iran geriet auch in der Nacht auf Dienstag wieder ein Frachter in der Straße von Hormus unter Beschuss. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, ereignete sich der Vorfall rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al-Khasab. Die Behörde machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten auf dem Frachter. (Reuters/jW)
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