Fields-Medaille verliehen
Philadelphia. Am Donnerstag wurde die seit 1936 alle vier Jahre verliehene Fields-Medaille auf dem Kongress der Internationalen Mathematischen Union (IMU) in Philadelphia überreicht. Sie gilt als der Nobelpreis der Mathematik. Verliehen wird sie an bis zu vier Mathematikerinnen und Mathematiker, die jünger als 40 Jahre sind und schon herausragende Beiträge zur Wissenschaft geliefert haben. Alle vier Preisträger 2026 haben mathematische Probleme mit ihren Beweisen gelöst, die die Mathematik seit vielen Jahren beschäftigen, wie das Nachrichtenportal Heise online berichtete. Yu Deng befasste sich mit Hilberts sechstem Problem aus dem Jahre 1900, Hong Wang mit der Kakeya-Vermutung aus dem Jahre 1917, John Pardon mit der Gromovschen Vermutung in der Knotentheorie von 1983 und Jacob Tsimerman mit der André-Oort-Vermutung von 1989.
Im Vorfeld der Verleihung hatte es Protest gegeben: Mehr als 2.000 Mathematiker hatten eine Petition unterschrieben, dass der Kongress nicht in den USA stattfinden solle. Die französischen, kubanischen und brasilianischen Mathematikverbände zogen ihre Teilnahmezusage zurück und überließen es einzelnen Personen, in das Land einzureisen. (jW)
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