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Korallenbleiche

Great Barrier Reef droht Kollaps

Auckland. Dem Great Barrier Reef in Australien droht unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine besonders starke und weitflächige Korallenbleiche. Der »extreme El Niño« stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am vergangenen ­Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutzexperte von der James Cook University in Queensland, beim Internationalen Korallenriffsymposium im neuseeländischen ­Auckland. Es liege »im Bereich des Möglichen, dass die nächste größere Störung zu einem lokal begrenzten Artensterben (...) und einem weitreichenden Kollaps des Ökosystems führen wird«, sagte Pratchett.

Das 2.300 Kilometer lange Korallenriff beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Oft wird es als größtes lebendes Gebilde der Welt bezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte die Korallenbleiche ein Rekordausmaß erreicht. Überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen führten zur sechsten massenhaften Bleiche seit 2016. Bei steigenden Wassertemperaturen stoßen die Korallen die auf ihnen lebenden Algen ab, um zu überleben. Diese bunten Algen verleihen den Korallen ihre charakteristische Farbe. Bleiben die Wassertemperaturen hoch, werden die Korallen weiß und sterben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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