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Finanzpolitik

Caritas kritisiert BRD-Regierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe

Foto: Nabila Lalee/dpa
Die deutsche Regierung zieht sich aus der Verantwortung: afghanische Flüchtlinge am Grenzübergang Torkham zu Pakistan

Freiburg. Das katholische Hilfswerk Caritas hat die Bundesregierung wegen der Kürzungen der Mittel für humanitäre Hilfe kritisiert. »Der Staat kürzt seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird«, sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation in Freiburg.

»Trotz einer anhaltend hohen privaten Spendenbereitschaft musste das Hilfswerk seine Unterstützung für 436.000 Menschen einstellen, weil staatliche Fördermittel deutlich zurückgegangen sind«, erklärte Caritas international. »Während die Zahl der Menschen in humanitärer Not weltweit steigt, zieht sich Deutschland zunehmend aus seiner internationalen Verantwortung zurück.«

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Wie entscheidend eine verlässliche und langfristige Finanzierung humanitärer Hilfe sei, zeige aktuell das verheerende Erdbeben in Venezuela, hieß es weiter. Die Partnerorganisation Caritas Venezuela versorge dort die Betroffenen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. Zugleich versorgten die Mitarbeitenden alte und kranke Menschen und begleiteten traumatisierte Familien. Dass dies möglich sei, sei das Ergebnis eines über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerks. (AFP/jW)

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Erschienen am 22.07.2026, Inland

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