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Sahelallianz

Malis Armee schlägt Offensive zurück

Tuareg und Dschihadisten starten nächste Angriffe gegen Bamako

Von Jörg Tiedjen
Foto: Stringer/Reuters
Die koordinierten Angriffe der Dschihadisten und Tuareg-Separatisten haben Malis Armee überrascht (Kati, 25.4.2026)

Der Sahelstaat Mali ist am Wochenende erneut Schauplatz erbitterter Kämpfe geworden. Nach einer breiten Angriffswelle am Sonnabend soll sich die strategisch bedeutende Ortschaft Anéfis noch am Sonntag in den Händen von Tuareg-Separatisten der »Front zur Befreiung von Azawad« (FLA) und von Dschihadisten des Al-Qaida-Ablegers JNIM befunden haben, wie das Onlinemagazin Afrik.com berichtete. Malis Generalstab hatte dagegen am Sonnabend mitgeteilt, dass die Regierungstruppen und ihre russischen Verbündeten vom »Afrikakorps« die Situation wieder unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Laut der Infoseite Malijet sollen sie bei Anéfis einen Kommandeur der JNIM und einen Anführer der FLA getötet haben.

Malijet rekapituliert, dass sich der jüngste Vorstoß seit mehreren Tagen abgezeichnet habe. Am Samstag morgen hätten sich die Warnungen dann bestätigt: Auf koordinierte Weise hätten JNIM und FLA Armeestellungen in den Ortschaften Aguelhoc, Anéfis und Sévaré sowie in der Großstadt Gao attackiert. Auch ein Gefängnis bei der Hauptstadt Bamako, in dem Kombattanten von FLA und JNIM inhaftiert sind, habe zu den Angriffszielen gezählt. In ihrer Bilanz vom Sonnabend sprach die malische Militärführung von insgesamt 26 getöteten Terroristen. Auf der Regierungsseite habe es einen Toten und sechs Verletzte gegeben.

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Bereits am 25. April hatten FLA und JNIM gemeinsam eine großangelegte Offensive gegen die Regierungskräfte gestartet. Damals war Verteidigungsminister Sadio Camara getötet worden. Zudem wurde die Tuareg-Hochburg Kidal eingenommen, die sich nach wie vor unter Kontrolle der bewaffneten Gruppen befindet. JNIM-Chef Ijad Ag Ghali ist ein früherer Tuareg-Separatist aus Kidal. Die »Allianz der Sahelstaaten« (AES), zu der sich die drei Nachbarländer Burkina Faso, Mali und Niger 2023 zusammengeschlossen haben, wirft der früheren Kolonialmacht Frankreich und auch der Ukraine vor, die Aufständischen zu unterstützen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2026, Seite 6, Ausland

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