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Stolpernde Riesen
Einen wunderschönen guten Morgen! Die WM begann für die asiatischen Teilnehmer stark und endete abrupt als Desaster. Geheimfavorit Südkorea blieb nach einer historischen Schlappe gegen Südafrika bereits in der Gruppenphase auf der Strecke, weil zuvor gegen die heuer fußballerisch belanglosen Kogastgeber aus México ebenfalls mit Minimalstdifferenz verloren wurde. Ein Fiasko. Weiter kamen zunächst nur Australien (sic!) und Japan.
Die nicht gastgebenden CONCACAF-Teilnehmer sind alle draußen. Panama gelang nicht ein Törchen, Curaçao ermauerte sich immerhin einen Punkt, und Haiti beneidete auch niemand. Ozeanien ist von der WM-Landkarte ad hoc wieder verschwunden. Immerhin, sie klauten dem Iran einen entscheidenden Punkt. Die Iraner sind wie Abschaum behandelt worden bei den Trump-Festspielen; das und wie sie unbesiegt und aufrecht nicht weitergekommen sind, ist bedenklich.
Nur drei Europäer blieben in den Gruppen auf der Strecke: Schottland, Tschechien, die Türkei. Bei den Südamerikanern schaffte es ausgerechnet Uruguay nicht. Kein Wunder, dort arbeiteten alle gegen Marcelo Bielsa. Der stellte im entscheidenden Match gegen Spanien einen Tormann auf, der 40 Grad Fieber hatte. Alle wussten das, nur der Trainer nicht. Fernando Muslera, der Tormann, patzte böse, nun hatten die Putschisten Bielsa endlich erledigt. Was für ein Abschaum.
Das schlechteste WM-Team war definitiv Tunesien. In Katar besiegten sie noch den amtierenden Weltmeister Frankreich. Aber: Alle anderen Afrikaner kamen weiter! Die Feuerprobe für diese sogenannte XXL-WM war die U-17-WM im vergangenen November in Katar mit 48 Teams und Sechzehntel-Finals. In denen blieben Titelverteidiger Deutschland, Argentinien und Kroatien auf der Strecke. Nach der WM-Endrundenauslosung prognostizierte ich, dass auch in der zweiten Runde der WM mindestens drei, vier Schwergewichte straucheln würden. Ich denke, ich habe nicht zuviel versprochen. Bald fällt der dritte Riese die Klippen hinunter. Aber sutsche piano.
Kanada eliminierte bei seiner Heim-WM im Ausland die Südafrikaner mit einem überraschenden Treffer von Kapitän Stephen Eustáquio in der Nachspielzeit. Da hatte schon niemand mehr an einer Verlängerung gezweifelt. Schade für Südafrika, aber sie haben sich mehr als würdig verabschiedet. Anschließend trafen in Houston Rekordweltmeister Brasilien und Japan aufeinander. Die erste Halbzeit ging klar an die Japaner, die zweite an niemanden. Der eingewechselte Gabriel Martinelli entschied das Match mit der letzten Aktion des Spiels nach einem sensationellen Steckpass von Bruno Guimarães. Wär ein solcher Treffer den Japanern gelungen, es wäre ebenfalls in Ordnung gegangen.
Dann fielen die Riesen. Bei Deutschland war es keine Überraschung, deshalb ist es Quatsch, von einer »Blamage« zu salbadern. Paraguay war der klare Favorit und hat sich durchgesetzt. Punkt. Gill hat zwei Penaltys glänzend pariert. Man sollte es hierzulande positiv sehen: zum dritten Mal hintereinander unter den letzten 32 gewesen – hat Italien nicht geschafft! Auch das Ausscheiden der Niederländer überrascht niemanden. Im Zweifelsfalle ist da immer noch Bono. Marokko ist zur Weltmacht im Fußball aufgestiegen: vierter Platz in Katar, U-23-Afrikameister 2023, Olympiabronze 2024, U-20-Weltmeister 2025, Afrikameister 2025, wenn auch am grünen Tisch. Bremsen kann sie im Viertelfinale höchstens Paraguay.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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