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Südostasien

UNO prangert zivile Tote in Myanmar an

Foto: Athit Perawongmetha/Reuters
Die Nationale Befreiungsarmee der Karen ist nur eine bewaffnete Gruppe, die sich mit der Regierung in Naypyidaw im Krieg befindet (15.4.2024)

Naypyidaw. Während der zurückliegenden Wahlen sind in Myanmar nach Angaben der Vereinten Nationen binnen sechs Monaten mindestens 700 Zivilisten getötet worden, heißt es in einem am Montag in Genf vorgestellten Bericht des UN-Menschenrechtsbüros. Darunter seien 224 Frauen und 153 Kinder gewesen.

Knapp 60 Prozent der Todesopfer wurden demnach bis Ende Januar bei Luftangriffen mit Kampfjets, Drohnen und weiteren Flugkörpern getötet. Die Tötungen seien »der Armee von Myanmar zuzurechnen«, erklärte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, Ravina Shamdasani. Zwar habe es auch zivile Opfer durch andere bewaffnete Gruppen gegeben, doch die Angaben über die 702 Todesopfer durch das Militär stützten sich auf »glaubwürdige Daten«.

»Schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und -verstöße inmitten allgemeiner Unsicherheit und Instabilität prägten den Zeitraum vor den vom Militär kontrollierten Wahlen«, heißt es in dem Bericht weiter.

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2021 hatte die Armee in Myanmar unter Führung von Min Aung Hlaing die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt und die Macht übernommen. Der Putsch löste einen Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert. Nach fünf Jahren Militärherrschaft wurde Ende vergangenen Jahres als Rückkehr zur Demokratie eine Parlamentswahl organisiert.

Bei der Ende Januar abgeschlossenen und von Oppositionellen angefochtenen Wahl hatte die der Militärregierung nahestehende Partei USDP eine Mehrheit von mehr als 80 Prozent der Sitze erhalten. Das von der USDP dominierte Parlament wählte den bisherigen Chef der Militärregierung, Min Aung Hlaing, anschließend zum Präsidenten. Die Partei der inhaftierten ehemaligen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi war von der Wahl ausgeschlossen. (AFP/jW)

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Erschienen am 23.06.2026, Ausland

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