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ZDF knickt vor Elon Musk ein

Mainz. Nachdem US-Multimilliardär Elon Musk, der stets »Meinungsfreiheit« für sich beansprucht, juristisch gegen einen Beitrag des ZDF vorgegangen ist, hat der Sender die kritisierte Passage entfernt. Elon Musk habe über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anmoderation der Sendung »ZDF heute live« vom 12. Juni mit dem Titel »Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert« gefordert. »Das ZDF hat diese abgegeben«, so der Sender gegenüber dpa. In der Mediathek ist an der entsprechenden Stelle nun ein Hinweis eingeblendet, in dem es heißt: »Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Gründen gekürzt.«

Ursprünglich hieß es, dass ein rassistischer Mob Jagd auf Migranten mache. »Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Techmilliardär Elon Musk.« Musk, nach dem Börsengang seines Raumfahrtkonzerns Space X inzwischen Billionär, hatte in seinem Onlinedienst X Beiträge des Neonazis Tommy Robinson geteilt. Musk schloss sich den Aufrufen Robinsons zu Aufmärschen in ganz Britannien an und schrieb an seine 240 Millionen Follower: »Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern.«(dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2026, Seite 14, Medien

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