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Washingtons »Antidrogenkrieg«

US-Marine tötet »Schmuggler«

Washington. Bei einem Angriff auf ein Boot mit angeblichen Drogenschmugglern im Pazifik hat das US-Militär nach eigenen Angaben am Dienstag einen Menschen getötet. Die US-Küstenwache sei verständigt worden, um für zwei Verletzte einen Rettungseinsatz einzuleiten, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom mit. Demnach soll das Boot von einer als terroristisch eingestuften Organisation betrieben worden sein. Auf Anweisung der Regierung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, um gegen Drogenschmuggel vorzugehen. Allerdings sind solche Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich unzulässig. Auch bleiben die USA Beweise für ihre Behauptung, es habe sich um Schmugglerboote gehandelt, in der Regel schuldig. Ebenfalls am Dienstag hat das US-Verteidigungsministerium das US-Indopazifik-Kommando wieder in US-Pazifik-Kommando umbenannt und damit eine Namensänderung aus dem Jahr 2018 rückgängig gemacht, um die »tiefen historischen Wurzeln des Kommandos« zu würdigen. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2026, Seite 6, Ausland

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