-
01.06.2026, 19:12:56
- → Ausland
Wadephul wirbt vor UNO für deutschen Sitz im Sicherheitsrat
New York. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat am Montag vor der UN-Generalversammlung für einen nichtständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen geworben. Die Bundesrepublik trete mit einem klaren Verantwortungsbewusstsein an und hoffe auf die Unterstützung der Mitgliedstaaten, sagte Wadephul in New York. Deutschland sei bereit, weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur Konfliktverhütung, Vermittlung und humanitären Hilfe zu leisten.
Deutschland bewirbt sich für die Amtszeit von 2027 bis 2028 um einen der nichtständigen Sitze in dem UN-Gremium. Allerdings kandidieren auch Österreich und Portugal aus der Regionalgruppe »westeuropäischer und anderer Staaten« für einen der beiden zur Wahl stehenden Sitze. Bei dem Votum der Generalversammlung am Mittwoch ist daher mit einer Kampfabstimmung zu rechnen. Erforderlich für die geheime Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit der 193 UN-Mitgliedstaaten, also mindestens 129 Stimmen.
Die »Lösung von Krisen« erfordere einen langen Atem, erklärte Wadephul am Montag. Er verwies er unter anderem auf die Sudan-Konferenz im April in Berlin. Dort seien Hilfszusagen von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar mobilisiert worden, davon 270 Millionen Dollar aus Deutschland. Zudem unterstütze die Bundesrepublik Friedensbemühungen in Haiti und Libyen. (Reuters/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
