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29.05.2026, 18:13:43
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Tote nach Überschwemmungen in Syrien
Damaskus. Schwere Überschwemmungen infolge steigender Wasserstände des Euphrat haben in Syrien zahlreiche Menschen vertrieben und mehrere Todesopfer gefordert. Lokalen Behördenvertretern zufolge starben in der Provinz Dair as-Saur vier Kinder, nachdem sie von den starken Strömungen des Euphrats mitgerissen worden waren. In der benachbarten Provinz Rakka ertrank zudem ein Mann, wie es am Freitag weiter hieß. Nach Angaben der sogenannten Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden Tausende Menschen vertrieben. Die Beobachter warnten vor einer sich verschärfenden humanitären Krise. Die syrischen Behörden teilten mit, dass in Dair as-Saur rund 24.000 Hektar Ackerland, 265 Regierungsgebäude und etwa 60 zivile Einrichtungen beschädigt worden sein.
Hintergrund der Überschwemmungen sind ungewöhnlich intensive Niederschläge der vergangenen Wochen und Monate in der Region, auch in der benachbarten Türkei. Aufgrund extrem hoher Pegelstände an den dortigen Talsperren, insbesondere am Atatürk-Staudamm, mussten die türkischen Behörden enorme Wassermassen kontrolliert flussabwärts abgeben. Um eine Überlastung der eigenen Anlagen zu verhindern, öffneten auch die syrischen Betreiber wichtige Staudämme. Der Pegel stieg abrupt und überschwemmte weite Ufergebiete.
Syriens Energieminister Mohammad al-Baschir warf der Türkei vor, die syrischen Behörden zu spät vor dem steigenden Wasserstand im Euphrat gewarnt zu haben. Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa besuchte unterdessen die betroffenen Gebiete, um sich ein Bild von den Schäden und dem humanitären Bedarf zu machen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.
Betroffene schilderten chaotische Zustände infolge des rasch steigenden Wassers. Der Generaldirektor des Euphrat-Staudamms, Haitham Bakur, sagte dpa, die Wasserstände dürften innerhalb von zwei Tagen zurückgehen. Die Türkei habe die Schleusentore inzwischen geschlossen. (dpa/jW)
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