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Nahostkonflikt

Libanon prangert israelische Angriffe auf Tyros an

Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa
Rettungskräfte suchen nach Opfern in den Trümmern eines zerstörten Gebäudes, das bei israelischen Luftangriffen getroffen wurde (Tyros, 17.4.2026)

Beirut. Das libanesische Außenministerium hat die anhaltenden israelischen Angriffe auf die südlibanesische Stadt und UNESCO-Welterbestätte Tyros scharf verurteilt. Die Attacken bedrohten historische Stadtviertel, religiöse Stätten sowie kulturelle Wahrzeichen in einer der ältesten Städte der Region, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Außenminister Jussef Radschi verfolge die Entwicklungen »mit großem Schmerz und tiefster Sorge«. Nach Angaben des Ministeriums pflege er derzeit intensive diplomatische Kontakte mit dem Ziel, ein sofortiges Ende der Angriffe zu erreichen.

Die Stadt Tyros im Süden des Libanon ist seit 1984 UNESCO-Welterbestätte. Sie zählt zu den bedeutendsten Fundorten phönizischer und römischer Relikte im Land. Israel hatte seinen Krieg gegen Libanon und die Hisbollah zuletzt trotz einer bestehenden Waffenruheregelung erneut eskaliert. Die israelische Armee hat dabei weite Teile des Südens zur »Kampfzone« erklärt und auch fast alle Bereiche der Stadt Tyros als mögliche Angriffsziele markiert. In der Nacht kam es in mehreren Gebieten Südlibanons zu heftigen Angriffen.

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Die UN-Beobachtermission Unifil im Libanon zeigte sich besorgt über die zunehmende Gewalt. Allein am Mittwoch seien rund 670 Geschosse abgefeuert worden, erklärte Unifil. Dabei handle es sich vor allem um israelische Geschosse. 640 seien vom israelischen Militär abgeschossen worden und 30 von der Hisbollah, teilte Unifil mit. (dpa/jW)

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Erschienen am 29.05.2026, Ausland

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