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Nahostkonflikt

Israel setzt Krieg und gezielte Tötungen fort

Tel Aviv. Das israelische Militär hat seine Strategie der gezielten Tötungen von hochrangigen Funktionären der Hamas und verbündeter Organisationen wie der libanesischen Hisbollah trotz bestehender Feuerpausen fortgesetzt. Am Mittwoch wurde bei einem israelischen Luftangriff auf Gaza ein Sohn von Hamas-Auslandschef Khalil Al-Haja getötet – inzwischen sind damit vier seiner Söhne bei israelischen Attacken umgekommen. Asam Khalil Al-Haja sei im Ahli-Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Klinik am Donnerstag morgen mit. Auch wurde am Mittwoch abend bei ⁠einem Luftangriff auf Beirut ein Kommandeur ⁠der Hisbollah-Elitetruppe Radwan getötet, wie am Donnerstag die Armee bekanntgab. Es habe sich um den ersten israelischen Angriff auf die libanesische Hauptstadt seit der ‌im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe gehandelt.

Ebenfalls am Mittwoch wurde ein weiteres Beispiel von religiösem Vandalismus israelischer Militärangehöriger bekannt. Auf einem am selben Tag in sozialen Netzwerken veröffentlichten Foto ist zu sehen, wie ein Soldat einer Marienstatue in einem libanesischen Dorf eine Zigarette an den Mund hält. Gegenüber AFP sagte ein Armeesprecher am Donnerstag, dass der Vorfall wahrscheinlich bereits vor mehreren Wochen stattgefunden habe und man »disziplinarische Maßnahmen« gegen den Urheber des blasphemischen Aktes erwäge. Ende April hatte ein ähnlicher Vorfall international für Empörung gesorgt, bei dem ein israelischer Soldat eine Jesusstatue im vorwiegend von Christen bewohnten Dorf Debl im Süden des Libanon zerstört hatte. (AFP/dpa/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2026, Seite 6, Ausland

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