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Kriminelle Vereinigung

Razzia gegen Neonazis in zwölf Ländern

Karlsruhe. Mit einer Razzia in zwölf Bundesländern ist der Generalbundesanwalt am Mittwoch gegen 36 junge mutmaßliche Neonazis vorgegangen. Sie sollen Rädelsführer der Gruppen »Jung und Stark« oder »Deutsche Jugend voran« beziehungsweise »Neue Deutsche Welle« sein, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Festgenommen wurde niemand. Die Gruppen sollen auf Internetplattformen und bei Treffen zu Gewalttaten gegen Linke und vermeintlich Pädophile aufgerufen haben, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2026, Seite 4, Inland

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  • Uwe Joachim aus Pasewalk 11. Mai 2026 um 15:10 Uhr
    Der Generalbundesanwalt versucht, vor dem 81. Jahrestag der Befreiung vom deutschen
    Faschismus, bei der die Sowjetunion den größten Beitrag geleistet und die meisten Opfer gebracht hat, Handlungsfähigkeit gegen den aufkommenden Faschismus zu demonstrieren. Über Ursachen des Neofaschismus wird geschwiegen. Aufklärung über den Zusammenhang von Kapital und Faschismus ist im Bundesdeutschen Schulunterricht nicht vorgesehen. Vielen Jugendlichen fehlt es an fundamentalen Wissen über Wirtschafts- und Politökonomie. Durch die vom damaligen Justizminister Klaus Kinkel (FDP) verordnete Delegitimierung der DDR und das als Aufarbeitung bezeichnete DDR-Bashing vermittelt den Jugendlichen kein objektives Bild von einer sozialistischen Gesellschaft. Die Jugend, die soziale Sicherheit und Gerechtigkeit erhofft, ist so leicht zu beeinflussen und wird von unhaltbaren Versprechen aller bürgerlichen Parteien erneut enttäuscht werden. Diese Razzia ist mehr als eine PR-Aktion. Es ist Übung und Auftakt zum Vorgehen gegen wirklich progressive Kräfte, sollten diese erstarken.