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Unternehmenszahlen

Airbus mit Gewinneinbruch wegen Lieferproblemen

Foto: Fred Scheiber/AP/dpa
Der Konzern hebt nicht ab. Airbus-CEO Guillaume Faury hatte eher maue Zahlen zu verkünden

München. Lieferprobleme bei Triebwerken und der schwache Dollar haben den ⁠weltgrößten Flugzeugbauer Airbus im ersten Quartal ⁠belastet. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) brach um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen ‌Euro (2025: 624 Millionen) ein, wie der französisch-deutsche Konzern am Dienstag abend in Toulouse mitteilte. Das bereinigte ‌Ebit blieb damit noch hinter den Schätzungen der Analysten zurück, die im Mittel bei 348 Millionen ⁠gelegen hatten. Flugzeuge werden ‌in der Regel in Dollar bezahlt, Airbus bilanziert aber in Euro.

Der Umsatz fiel ​um sieben Prozent auf 12,65 Milliarden Euro, nachdem Airbus bis Ende März erst 114 Verkehrsflugzeuge ausliefern konnte, 22 weniger als zum gleichen Zeitpunkt ‌des Vorjahres. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 586 Millionen Euro, der damit ‌um ein Viertel ‌unter dem ⁠Vorjahresniveau liegt.

»Das Geschäftsumfeld bleibt dynamisch und komplex«, sagte Vorstandschef Guillaume Faury. »Wir beobachten die möglichen Folgen ⁠der sich rasch verändernden Situation ‌im Nahen Osten eng.« Bei Verkehrsflugzeugen seien weiterhin die Triebwerke ⁠von Pratt & Whitney der Engpass. An deren Produktion ist auch die Münchner MTU Aero Engines beteiligt. »Wir fahren die Produktion weiter hoch und produzieren nach Plan, während wir mit der Knappheit von Pratt & ‌Whitney-Triebwerken umgehen müssen«, sagte Faury. Daran werde sich auch 2027 nichts ändern. Airbus halte an seinem Ziel fest, in ​diesem Jahr rund 870 Flugzeuge auszuliefern. (Reuters/jW)

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Erschienen am 29.04.2026, Kapital & Arbeit

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