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Technologie und Geschäft

China blockiert Kauf des KI-Agenten Manus durch US-Konzern Meta

Foto: Jens Büttner/dpa
Weltweit auf Einkaufstour: Meta

Beijing. China hat den Kauf des KI-Agenten Manus durch die Facebook-Mutter Meta blockiert. Die staatliche Kommission für Wirtschaftsplanung erklärte am Montag, es werde »ausländische Investitionen in den Erwerb des Manus-Projekts untersagen« und »die beteiligten Parteien auffordern, die Übernahme zu stornieren«. Meta nannte die Behörde dabei nicht. Der US-Konzern erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, dass die »Transaktion voll und ganz dem geltenden Recht entsprach«. Meta hatte im Dezember 2025 bekanntgegeben, eine Einigung zum Erwerb des KI-Agenten geschlossen zu haben, machte aber keine Angaben über die finanziellen Einzelheiten des Geschäfts.

Analysten hatten zuvor gewarnt, dass ein solcher Deal angesichts des technologischen Konkurrenzkampfes zwischen China und den USA auf Widerstand der Aufsichtsbehörden stoßen könnte. Im März berichtete die Financial Times unter Berufung auf drei Quellen, dass China zwei Manus-Mitgründern die Ausreise aus dem Land verboten habe.

Manus wurde vom Startup Butterfly Effect entwickelt, das in China gegründet wurde, aber inzwischen in Singapur ansässig ist. Der KI-Agent kann laut eigener Website etwa Lebensläufe durchsehen und zusammenfassen oder auch eine Website zur Aktienanalyse zusammenstellen. (AFP/jW)

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Erschienen am 28.04.2026, Kapital & Arbeit

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