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Ungarn: Wieder russische Erdöllieferungen über Druschba-Pipeline
Budapest. Nach einer Unterbrechung von drei Monaten erhält Ungarn wieder russisches Erdöl über die Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine verläuft. Die erste Rohöllieferung sei am Morgen an der ungarischen Pumpstation Fényeslitke nahe der ukrainischen Grenze angekommen, teilte der ungarische Mineralölkonzern MOL am Donnerstag nachmittag mit. MOL verarbeitet das russische Öl in der Raffinerie Százhalombatta bei Budapest zu Benzin und anderen Mineralölprodukten.
Die Pipeline war nach ukrainischer Darstellung bei einem russischen Drohnenangriff im Westen der Ukraine beschädigt worden. Nach aufwendigen Reparaturarbeiten sei sie nun wieder betriebsbereit, hieß es in Kiew. Die unlängst abgewählte Regierung des rechtskonservativen Viktor Orbán hatte der Ukraine vorgeworfen, sein Land mutwillig und ohne plausible Begründung von russischen Öllieferungen abgeschnitten zu haben.
Unter diesem Vorwand hatte Orbán einen für die Ukraine Kredit der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine bis vor kurzem blockiert. Nachdem zu Wochenbeginn klar geworden war, dass die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder beginnen würden, hob Orbán sein Veto auf. Am Donnerstag gab die zyprische EU-Ratspräsidentschaft den erfolgreichen Abschluss der formellen Entscheidungsverfahren für den Milliardenkredit bekannt. (dpa/jW)
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