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Lula: Brasilien an vier weiteren Fregatten interessiert

Foto: Lisi Niesner/Pool Reuters/dpa
Lula da Silva (M.) und seine Frau Rosangela »Janja« da Silva zeigen sich von deutschen Industrieanlagen begeistert. Hier in einem VW-Werk in Wolfsburg (20.4.2026)

Hannover. Brasiliens Regierung ist an vier weiteren Fregatten des Typs »Tamandaré« des deutschen Rüstungsproduzenten ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) interessiert. Derzeit sind vier solcher Fregatten in Brasilien im Bau. »Heute machen wir Fortschritte bei den Bemühungen um den Erwerb vier weiterer Einheiten«, sagte der sozialdemokratische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Montag vor Firmenvertretern auf der Hannover Messe.

Dies eröffne die Möglichkeit, die Präsenz der BRD in strategischen Sektoren der brasilianischen »Neoindustrialisierung« zu vertiefen, sagte der Staatschef. Zudem gebe es Gespräche über strategische Bereiche wie gepanzerte Fahrzeuge, Flugabwehr und Drohnen, fügte Lula da Silva hinzu. Er erwähnte auch ein in Hannover unterzeichnetes Abkommen betreffend KI-Systeme. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für die gemeinsame Entwicklung von Technologien und neuen Partnerschaften.

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Die Fregatten der sogenannten MEKO-Schiffsreihe basieren auf einem modularen Konzept, das ursprünglich in Deutschland entwickelt wurde und mit dem sich Kriegsschiffe flexibel mit unterschiedlichen Waffen-, Sensor- und Missionssystemen ausrüsten lassen. Die Vereinbarung über den Bau der ersten vier Fregatten in Brasilien hatte einen Umfang von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro.

Am 9. August 2024 hatten die brasilianische Marine, die nationale Beschaffungsbehörde und das Rüstungsunternehmen Águas Azuis die Taufe der ersten Fregatte des Typs »Tamandaré« auf der Werft von TKMS Estaleiro Brasil Sul in Itajaí zelebriert, wie der Rüstungskonzern drei Tage später mitteilte. Águas Azuis war demnach von den Firmen TKMS, Embraer Defense & Security und Atech gegründet worden. »Brasilien ist unser Hub für Südamerika – das unterstreicht auch unsere enge Partnerschaft mit der brasilianischen Marine«, hatte sich der CEO von TKMS, Oliver Burkhard, damals in der Mitteilung zitieren lassen. (dpa/jW)

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Erschienen am 21.04.2026, Kapital & Arbeit

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