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Libanon: Hisbollah gegen Verhandlungen mit Israel

Beirut. Israel hat seine Angriffe auf den Libanon auch am Wochenende fortgesetzt. Dabei wurden nach libanesischen Behördenangaben mindestens 29 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt, wie am Sonntag die Agentur WAFA meldete. Dabei stand das Land immer noch unter Schock wegen der brutalen israelischen Angriffswelle vom »schwarzen Mittwoch« vergangener Woche, an dem durch israelische Bombardements binnen kurzer Zeit laut offiziellen Angaben mindestens 357 Menschen getötet wurden. Für den Donnerstag hatte Beirut wegen der Angriffe Staatstrauer ausgerufen.

Trotz der brutalen Kriegführung strebt Israel nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein »echtes Friedensabkommen« mit dem Libanon an. Dieses solle »über Generationen halten«, sagte er am Sonnabend mit Blick auf am Dienstag anstehende Verhandlungen in Washington in einer Videobotschaft auf der Plattform X. Allerdings halte er dafür eine Entwaffnung der Hisbollah für unverzichtbar.

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Die Hisbollah lehnt ihre Entwaffnung jedoch nach wie vor ab und stellt sich auch gegen die in Washington anberaumten Gespräche, um die nach Angaben Netanjahus die libanesische Regierung gebeten haben soll. Einer Stellungnahme des Hisbollah-Abgeordneten Hassan Fadlallah zufolge verstoßen die Gespräche Beiruts mit der israelischen Regierung gegen die Verfassung des Zedernstaats. Auch bewirkten sie eine Spaltung der libanesischen politischen Kräfte, zu einer Zeit, in der sich diese geschlossen der israelischen Aggression entgegenstellen sollten.

Ebenfalls am Sonnabend gingen in Beirut zahlreiche Libanesen auf die Straße und protestierten gegen die bevorstehenden Verhandlungen mit Israel. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2026, Seite 6, Ausland

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