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Ukraine-Krieg: Moskau für dauerhaften Frieden

Moskau. Die russische Regierung hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij am Dienstag zur Konkretisierung seines am Vortag geäußerten Vorschlags einer Waffenruhe zu Ostern aufgefordert und zugleich Bedenken geäußert. Präsidialamtssprecher Dmitri ­Peskow wandte Agenturen zufolge ein, dass Russland keine Feuerpause, sondern eine dauerhafte Friedenslösung anstrebe. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, Waffenruhen in der Vergangenheit für Aufrüstung und die Neuaufstellung von Truppen genutzt zu haben. Unterdessen versammelten sich am Dienstag Vertreter der EU-Staaten im Kiewer Vorort Butscha, darunter die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Bundesaußenminister Johann Wadephul. Dort sollen russische Truppen bei ihrem Abzug vor vier Jahren zahlreiche Zivilisten getötet haben. Nachrichten davon wurden allerdings erst zwei Tage später bekannt, was Zweifel an der Darstellung des Tathergangs durch die Ukraine weckt. Im Anschluss an das Gedenken berieten die EU-Vertreter über die weitere Unterstützung für die Ukraine im Krieg mit Russland. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2026, Seite 6, Ausland

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→Leserbriefe
  • Joachim Seider aus Berlin 1. Apr. 2026 um 10:26 Uhr
    Der jW konnte ich nicht nur im Jahre 2022 entnehmen, dass es sich bei dem »Massaker von Butscha« auch um eine antirussische Inszenierung gehandelt haben könnte, an der neben der Ukraine einige Geheimdienste des Westens beteiligt gewesen sein könnten. Insofern ist es eben so eine Sache, die Sichten von dpa zu übernehmen. Dabei hätte es sich geradezu angeboten, die versammelten EU-Granden zu fragen, wann sie endlich im Gazastreifen zusammenkommen, um das wirklich stattgefundene Massaker an zehntausenden Palästinensern zu verurteilen und dem palästinensischen Volk ihre uneingeschränkte Unterstützung zu versichern.
  • Onlineabonnent*in Torsten Andreas S. aus B. 1. Apr. 2026 um 00:46 Uhr
    Zum Thema Butscha wird dringend ein jW-Beitrag gebraucht, der die verschiedenen hier in den vergangenen Jahren dargestellten Positionen zusammenfasst und nochmals mit Quellen belegt. Vor allem: Warum reagierte der Bürgermeister nicht am Tag seiner Rückkehr nach Butscha auf die später als verheerend eingeschätzte Situation? – Diese Klarstellung ist dringend. Wichtig ist auch: Welche EU-Regierungen stimmten dieser Einordnung nicht zu? Und warum nicht?
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