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Aus: Ausgabe vom 26.03.2026, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Einigung in der Chemie- und Pharmaindustrie

Bad Breisig. Die Gewerkschaft IG BCE und der Unternehmerverband BAVC haben sich nach zweitägigen Verhandlungen am Mittwoch auf einen Tarifvertrag für die rund 585.000 Beschäftigten in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie geeinigt. Die Löhne und Gehälter steigen in zwei Stufen: Ab Januar 2027 um 2,1 Prozent und ab Januar 2028 um weitere 2,4 Prozent. Von März bis Dezember des laufenden Jahres bleiben die Entgelte auf bisherigem Niveau. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags reicht über 27 Monate bis Ende Mai 2028, der alte war im Februar ausgelaufen. Unternehmen, die nicht wesentlich von der Krise betroffen sind, können eine oder beide Stufen der Tariferhöhung um drei Monate vorziehen. Für 2026 und 2027 zahlen die Unternehmen zudem einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung von je 300 Euro pro Beschäftigtem und Jahr. Für Auszubildende sind 150 Euro vorgesehen. Rechnerisch kommen damit rund 350 Millionen Euro über zwei Jahre zusammen. Das Geld fließt in den seit 2010 bestehenden Demographiefonds der Branche, der bisher genutzt wird, um etwa Altersteilzeit und betriebliche Altersversorgung zu finanzieren. Nun können aus dem Topf Projekte zur Standortsicherung, Umqualifizierung oder Arbeitszeitreduzierung bezahlt werden. Das sei ein bundesweites Novum in einem großen Flächentarifvertrag, so die IG BCE. »Kein tarifgebundener Betrieb kann sich künftig mehr herausreden, es gebe keine Alternative zum Stellenabbau«, sagte Verhandlungsführer Oliver Heinrich. (dpa/jW)

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