Weniger Fälle landen vor Bundesarbeitsgericht
Erfurt. Seit Jahren geht die Fallzahl am Bundesarbeitsgericht zurück. So auch im vergangenen jahr, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Insgesamt 1.064 neue Fälle landeten bei den höchsten deutschen Arbeitsrichtern und damit fast ein Fünftel weniger als 2024. Das führte dazu, dass der Bestand an noch anhängigen Verfahren auf etwa 400 sank; der niedrigste Stand seit mehr als zehn Jahren. Außerdem reduzierte sich die durchschnittliche Bearbeitungszeit – von fast neun Monaten 2024 auf gut fünf Monate im vergangenen Jahr. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Inken Gallner, machte Maßnahmen wie Auffanggesellschaften oder Umschulungsmöglichkeiten im Rahmen des Personalabbaus großer Unternehmen für den Rückgang der Fallzahlen verantwortlich. Zugleich seien aber mehr Fälle in den ersten und zweiten Arbeitsgerichtsinstanzen zu verzeichnen, aktuell etwa bei Kündigungsschutzklagen. Voraussichtlich werden die Verfahren jedoch bereits in den Vorinstanzen mit Hinweis auf die frühere BAG-Rechtsprechung entschieden. (jW)
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