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21.03.20261 Leserbrief
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USA: Trump beruft sich auf Pearl Harbor
Washington. Von Journalisten gefragt, warum er die Verbündeten nicht über den bevorstehenden Angriff auf Iran informiert habe, hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Treffen mit Japans Premierin Takaichi Sanae im Weißen Haus auf Pearl Harbor verwiesen und geantwortet: »Wir wollten die Überraschung. Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan? Sie glauben an die Überraschung viel mehr als wir.« Beim japanischen Überfall auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 starben 2.390 US-Bürger. Die USA erklärten Japan darauf den Krieg, Präsident Franklin D. Roosevelt sprach von einem »Tag der Schande«. (Reuters/jW)
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Onlineabonnent*in Ulf G. aus H. 22. März 2026 um 13:43 UhrErst am 23.2. erfuhren die USA von Israel, dass Chamenei sich am 28.2. mit seinen wichtigsten Beratern in Teheran treffen würde. Das sei »eine einzigartige Gelegenheit, sie durch einen Luftschlag auszuschalten«, schreibt das nius-Portal dazu, ein Portal, das man wegen seiner widerwärtigen Ausländerfeindlichkeit ansonsten nur ungern zitiert. Hier passt die Meldung aber zu dem von Trump gewünschten Überraschungseffekt, denn je mehr Leute von den US-israelischen Angriffsplänen erfahren, um so mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Iran Wind davon bekommt und das Treffen verlegt. Die fünf Tage Überlegungszeit dürfte ohnehin gerade mal zur Verifizierung der Daten des Treffens gereicht haben, für eine ausführliche Beratung mit Verbündeten war da keine Zeit.
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