-
16.03.2026
- → Kapital & Arbeit
US-Medienaufsicht droht Lizenzentzug an
Washington. Nach Kritik der US-Regierung an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz »im öffentlichen Interesse« handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr, am Sonnabend im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, »wenn sie dies nicht tun«. Der FCC-Chef bezog sich mit seiner Erklärung auf einen Onlinebeitrag von Trump, in dem der US-Präsident »eine absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien« über fünf Tankflugzeuge anprangerte, die in Saudi-Arabien von iranischen Angriffen getroffen worden waren.
Nicht nur die konkrete Drohung rief Protest hervor. Allgemein gibt es Kritik an der Informationspolitik des US-Verteidigungsministeriums und dessen Umgang mit der Berichterstattung über den Iran-Krieg. »Das Pentagon veröffentlicht weniger und seltener Informationen als jemals zuvor, und die Informationen, die es veröffentlicht, sind weniger informativ«, sagte etwa der Exsoldat Steve Warren, der seit 20 Jahren in der PR-Branche arbeitet. (dpa/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!