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Erneut türkischer Bürgermeister verhaftet

Istanbul. In der Türkei ist am Dienstag erneut ein Lokalpolitiker der größten Oppositionspartei CHP verhaftet und abgesetzt worden. Dem Bürgermeister des konservativen Stadtteils Beykoz in Istanbul, Alaattin Köseler, werde Einflussnahme auf Ausschreibungen vorgeworfen, schrieb das türkische Innenministerium auf der Plattform X. CHP-Parteichef Özgür Özel sprach auf X von einem politisch motivierten Vorgehen. Die türkischen Behörden sind in den vergangenen Wochen immer wieder gegen Oppositionspolitiker vorgegangen. Vertreter der CHP und solche der prokurdischen Partei Dem wurden abgesetzt und teilweise durch regierungsnahe Zwangsverwalter ersetzt. Auch gegen den populären Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu wird juristisch vorgegangen. Er gilt als aussichtsreicher Herausforderer des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei einer künftigen Wahl. Gegen İmamoğlu laufen mehrere Verfahren. Ihm drohen das Verbot der politischen Betätigung und Haftstrafen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2025, Seite 7, Ausland

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