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Lkw-Fahrer streiken auf mehreren Raststätten

Berlin. Seit Ende Januar befinden sich wieder Lkw-Fahrer im Ausstand. Sie kommen aus Simbabwe. Die meisten von ihnen streiken in Deutschland, einige in Frankreich und Italien. Ihre Fahrzeuge stehen derzeit zum Beispiel auf Raststätten bei Krefeld, Nürnberg, Merklingen und Bremen, wie Verdi berichtete. Mit ihrer Aktion protestieren die Berufskraftfahrer gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und fordern die ihnen zustehenden Löhne ein. Nach Aussagen der Transportarbeiter hätten sie monatelang in ihren Fahrzeugen übernachten müssen und nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, sondern seien mit 30 Euro pro Tag abgegolten worden. Seit Beginn der Proteste kam es zu Einschüchterungsversuchen durch die Unternehmen gegen die Fahrer, so dass sogar die Polizei zu deren Schutz einschreiten musste. Die Fernfahrer arbeiten für die slowakische Hegelmann-Group-Sparte »Hegelmann Transporte«, die eng mit der baden-württembergischen Tochter »Hegelmann Express« verflochten ist. Sat.1 berichtete in diesem Zusammenhang am Dienstag von einer polnischen Firma, die ebenfalls zu einem baden-württembergischen Logistikkonzern gehört. Im vergangenen Jahr streikten auf der A-5-Raststätte Gräfenhausen Dutzende Lkw-Fahrer gegen inhumane Arbeitsbedingungen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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