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13.01.2025
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Meta baut weiter ab
Der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms fährt US-Medienberichten zufolge nun auch Maßnahmen für Chancengleichheit und Diversität zurück – nach der Lockerung von Hassrederegeln und dem geplanten Stopp von Faktenchecks in den USA. »Wir werden kein Team mehr haben, das sich auf DEI konzentriert«, zitierte unter anderem das Nachrichtenportal Axios aus einer internen Mitteilung des Unternehmens. Dabei steht »DEI« für »Diversity, Equity, and Inclusion«, zu deutsch: Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion. Damit ist gemeint, dass Unternehmen sicherstellen, dass etwa Menschen verschiedener Herkunft, verschiedenen Geschlechts oder mit Behinderungen gleiche Chancen am Arbeitsplatz bekommen. Begründet wird der Schritt demnach mit »dem Wandel« der »rechtlichen und politischen Landschaft« in den USA. Beobachter sehen darin eine Reaktion auf den bevorstehenden Regierungswechsel. Donald Trump wird am 20. Januar offiziell ins Präsidentenamt eingeführt. Nach CNN-Informationen soll sich Meta-Chef Mark Zuckerberg am Freitag mit Trump auf dessen Anwesen Mar-a-Lago in Florida getroffen haben. Meta habe sich zu dem Treffen jedoch nicht geäußert. Der Diversitätsbegriff sei »auch deshalb brisant geworden, weil er von einigen als eine Praxis verstanden wird, die eine Vorzugsbehandlung bestimmter Gruppen gegenüber anderen suggeriert«, heißt es den Berichten zufolge in dem Memo weiter. Bei Neueinstellungen werde man zwar weiterhin Bewerber mit unterschiedlichen Hintergründen auswählen. Anstelle von Schulungsprogrammen für Gleichberechtigung und Eingliederung werde man aber andere Programme für faire und konsistente Praktiken entwickeln, so Meta. Zu Meta gehören neben Facebook unter anderem auch die Foto- und Video-App Instagram sowie Whats-App und der Kurznachrichtendienst Threads. (dpa/jW)
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