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Kinderehen: Tausende Festnahmen in Indien

Neu-Delhi. Im Nordosten Indiens haben die Strafverfolgungsbehörden im Rahmen ihres Vorgehens gegen Kinderehen nach offiziellen Angaben mehr als 4.800 Menschen festgenommen. Die Polizei habe alleine bei einer kürzlich stattgefundenen Razzia 416 Menschen festgenommen, erklärte der Regierungschef des Bundesstaats Assam, Himanta Biswa Sarma, am Sonntag. Er fügte an, die Festgenommenen würden im Verlauf des Tages einem Richter vorgeführt, sein Staat führe den »Kampf gegen Kinderehen« weiter. Der Bundesstaat Assam geht seit Februar 2023 verschärft gegen Kinderehen vor. Zu den Tausenden Festgenommenen gehören auch Elternteile der Verheirateten sowie Standesbeamte. Assams Regierungschef Sarma hatte im Wahlkampf versprochen, Kinderheiraten in seinem Bundesstaat bis 2026 vollständig zu unterbinden. Offiziell liegt das Mindestalter für Hochzeiten bei 18 Jahren. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2024, Seite 6, Ausland

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